top of page

Der HSG-Zulassungstest am 11. Februar 2026 – Leistungsdichte, Verschiebungen und klare Grenzwerte

Campus der Universität St. Gallen (HSG)
Campus der Universität St. Gallen (HSG)

Der HSG-Zulassungstest vom 11. Februar 2026 war in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Er war anspruchsvoller als die vorherige Durchführung im Juni 2025, er war von einer außergewöhnlich hohen Leistungsdichte geprägt und er wurde im Nachgang durch organisatorische Verzögerungen überschattet, die bei vielen Bewerberinnen und Bewerbern zusätzliche Unsicherheit erzeugten.


Zunächst zum Ablauf. Der Test selbst verlief technisch stabil. Während der Bearbeitung kam es zu keinen nennenswerten Störungen. Die Schwierigkeiten traten erst im Anschluss auf, konkret bei der Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse. Ursprünglich war vorgesehen, die Resultate am Donnerstag um 12:00 Uhr bekanntzugeben. Tatsächlich mussten viele Teilnehmende bis 17:00 Uhr warten, einzelne erhielten ihre Ergebnisse erst gegen 19:00 Uhr. In einem hochkompetitiven Verfahren, in dem einzelne Punkte über den weiteren Werdegang entscheiden, erzeugt eine solche Verzögerung spürbaren Druck. In der Folge wurde auch das Video-Interview zeitlich verschoben, was die Planbarkeit zusätzlich erschwerte.


Inhaltlich war die diesjährige Durchführung klar anspruchsvoller als im Juni 2025. Besonders deutlich zeigte sich dies im Bereich Quantitative Probleme. Neben klassischen Themenfeldern wie Statistik, Stochastik, Dreisatz, Verhältnisrechnung, Prozentrechnung und Volumenberechnungen traten vermehrt Aufgaben auf, die naturwissenschaftliche Kontexte einbezogen. Gefordert war nicht nur das Beherrschen isolierter Rechentechniken, sondern die Fähigkeit, komplexere Sachverhalte strukturiert zu modellieren. Dazu gehörten einfache physikalische Bewegungsmodelle, Dichte- und Volumenbezüge, mehrstufige Textaufgaben mit mehreren Abhängigkeiten sowie logisch aufgebaute Problemlagen, die in kurzer Zeit formalisiert werden mussten. Der Anspruch verlagerte sich damit stärker in Richtung analytischer Transferleistung unter Zeitdruck.


Auch im Bereich Diagramme und Tabellen war eine Verdichtung der Anforderungen zu beobachten. Mehrdimensionale Darstellungen, kombinierte Zeitreihen, prozentuale Veränderungen über mehrere Referenzgrößen hinweg und implizite Informationen verlangten ein hohes Maß an Präzision. Fehler entstanden hier weniger durch fehlendes Verständnis als durch Zeitdruck, Unsauberkeit in der Interpretation oder durch unvollständige Strukturierung.


Besonders aufschlussreich ist die Analyse der Grenzwerte. Die maximale Punktzahl lag bei 130 Punkten pro Disziplin, somit bei 260 Gesamtpunkten. Der niedrigste Gesamtwert, mit dem eine direkte Zulassung ausgesprochen wurde, lag bei 225 Punkten. Dieser Wert markiert den klaren Cut-Off für die direkte Einladung zum Video-Interview. Bewerberinnen und Bewerber mit 222 Punkten hingegen erhielten keine direkte Zulassung mehr. Der Abstand zwischen direkter Zulassung und Ablehnung betrug somit faktisch nur drei Punkte.

Zwischen diesen Polen lag ein enger Übergangsbereich. Realistisch ist davon auszugehen, dass der strukturierte Korridor für eine zusätzliche Überprüfung im Videointerview im Bereich von 221 bis 224 Punkten lag. Ab 225 Punkten erfolgte die direkte Einladung, im Bereich darunter wurde eine zusätzliche Selektionsstufe notwendig, während ab 220 Punkten und darunter keine weitere Berücksichtigung mehr stattfand. Diese enge Staffelung verdeutlicht die enorme Leistungsdichte in der Spitzengruppe.


Auch auf Ebene der Einzeldisziplinen lassen sich klare Untergrenzen erkennen. Unter den direkt zugelassenen Kandidaten lag der niedrigste Einzelwert bei 110 Punkten in Quantitative Probleme und bei 112 Punkten in Diagramme und Tabellen. Zwar entscheidet formal die Gesamtpunktzahl, faktisch jedoch ist ein deutlicher Einbruch in einer Disziplin kaum kompensierbar. Wer in einem Teilbereich signifikant unter diese Schwelle fiel, hatte selbst bei starkem Abschneiden im anderen Bereich realistisch geringe Chancen auf eine direkte Zulassung.


Auffällig war zudem das insgesamt gestiegene Leistungsniveau. Die Anzahl sehr starker Ergebnisse war hoch, die Differenzen im oberen Bereich minimal. Teilweise entschieden ein oder zwei Aufgaben über den weiteren Verlauf des Verfahrens. Die Konkurrenzsituation verschärft sich damit sichtbar von Runde zu Runde.


Vor diesem Hintergrund ist die Qualität der Vorbereitung entscheidend. Wir konnten in dieser Runde unsere durchschnittliche Zulassungsquote auf 93 Prozent steigern. Mehrere unserer Teilnehmenden erreichten die volle Punktzahl von 130 Punkten pro Disziplin. Diese Ergebnisse sind kein Zufall, sondern das Resultat systematischer Vorbereitung, realitätsnaher Testsimulationen, konsequenter Fehleranalyse und gezielten Q&A-Sessions unmittelbar vor dem Test. Gerade in den letzten Tagen vor der Prüfung zeigte sich, wie wichtig es ist, Unsicherheiten zu klären, Denkfehler zu eliminieren und Strategien zu schärfen.


Ein zentraler Faktor bleibt die Geschwindigkeit. Inhaltliches Verständnis allein genügt nicht mehr. Entscheidend ist die Fähigkeit, unter Zeitdruck strukturiert, sauber und ohne methodische Umwege zu arbeiten. Die Kombination aus HSG-Vorbereitungsseminar, Lern-App beziehungsweise Ultimate Bundle und paralleler, disziplinierter Eigenarbeit ermöglicht genau dieses Training. Simulationen unter realistischen Bedingungen sind dabei unverzichtbar, um nicht nur Wissen, sondern auch Prüfungssicherheit aufzubauen.


Mit Blick auf die nächste Auswahlrunde Anfang Juni ist eines klar: Das Teilnehmerfeld wird nicht schwächer, sondern stärker. Wer sich frühzeitig und strukturiert vorbereitet, verschafft sich einen realen Vorsprung. Gute Vorbereitung zahlt sich aus, insbesondere in einem Verfahren, in dem drei bis vier Punkte über direkte Zulassung oder Ablehnung entscheiden.


Der HSG-Zulassungstest vom Februar 2026 hat deutlich gemacht, wie eng die Leistungsdichte inzwischen ist und wie hoch das Niveau liegt. Die Anforderungen steigen. Gleichzeitig bleibt festzuhalten: Mit konsequenter Vorbereitung, strategischem Training und sauberer Geschwindigkeit ist auch in einem selektiven Jahr eine sehr hohe Erfolgswahrscheinlichkeit erreichbar.

 
 
 

Kommentare


bottom of page