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Das frühere HSG-Video-Interview: Ablauf und Vorbereitung im Rückblick

vor 1 Stunde
4 Min. Lesezeit


SQUARE-Gebäude und Bibliotheksdach der Universität St. Gallen

Dieser Beitrag erklärt eine frühere Verfahrenskomponente. Für die aktuelle Vorbereitung ist entscheidend, dass im HSG-Auswahlverfahren laut geprüftem Stand kein Video-Interview durchgeführt wird.


Archivhinweis · geprüft am 29. Oktober 2026: Laut aktuellem Stand findet im HSG-Auswahlverfahren kein Video-Interview statt. Dieser Beitrag erklärt den früheren Interviewschritt und ordnet die damalige Vorbereitung ein.


Das frühere HSG-Video-Interview war ein aufgezeichneter Schritt innerhalb des Auswahlverfahrens der Universität St. Gallen. Es verlangte eine andere Art der Vorbereitung als quantitative Aufgaben oder die Auswertung von Diagrammen: Eigene Gedanken mussten vor einer Kamera verständlich und in begrenzter Zeit dargestellt werden.


Wenn du ältere Erfahrungsberichte liest, kann dich dieser Unterschied irritieren. Dort ist von einer Intervieweinladung oder von der Vorbereitung auf persönliche Fragen die Rede. Solche Berichte können ihre damalige Situation zutreffend beschreiben. Für deine Bewerbung heute ist aber der aktuelle Verfahrensstand maßgeblich. Der Rückblick hilft dir, beides auseinanderzuhalten.


Wie sich das aufgezeichnete Format von einem Gespräch unterschied

Bei einer aufgezeichneten Antwort war der eigene Gedankengang besonders wichtig. Die sprechende Person konnte nicht darauf bauen, dass eine unklare Formulierung sofort durch eine Rückfrage aufgefangen wurde. Eine Antwort brauchte deshalb einen erkennbaren Anfang, eine nachvollziehbare Begründung und einen Abschluss.


Für die damalige Vorbereitung war es sinnvoll, das Sprechen vor einer Kamera auszuprobieren. Dabei ging es um eine verständliche Darstellung und nicht um eine schauspielerische Leistung. Ein natürlicher Ausdruck und ein klarer Gedanke waren als Trainingsziel hilfreicher als ein perfekt einstudierter Werbetext über die eigene Person.


Die konkrete Einladung bestimmte den Ablauf des jeweiligen Interviews. Einzelheiten aus einem fremden Erfahrungsbericht ließen sich deshalb nicht ungeprüft auf jede damalige Teilnahme übertragen. Das ist auch heute der Grund, historische Beschreibungen mit ihrem Zeitraum zu lesen.


Was bei der Technik vorbereitet werden musste

Ein HSG-Merkblatt vom Januar 2023 behandelte unter anderem Aufnahmegeräte, Kameraposition, Licht, eine ruhige Umgebung und den Umgang mit der verfügbaren Antwortzeit. Die technische Vorbereitung war also ein praktischer Bestandteil der damaligen Situation.


Eine kurze Probeaufnahme war dafür ein einfaches Trainingsmittel. Beim Anhören ließ sich erkennen, ob die Stimme verständlich war, Hintergrundgeräusche störten oder der Abstand zum Mikrofon ungünstig war. Im Bild waren Blickrichtung, Beleuchtung und Kamerahöhe unmittelbar sichtbar.


Aus meiner Sicht war dabei eine einfache, verlässliche Einrichtung sinnvoller als eine aufwendige Inszenierung. Ein ruhiger Hintergrund konnte helfen, die Aufmerksamkeit auf die Antwort zu lenken. Er ersetzte jedoch keine verständliche inhaltliche Aussage.


Studienmotivation brauchte konkrete Gründe

Für die Vorbereitung persönlicher Antworten empfehle ich rückblickend vor allem, die eigene Studienentscheidung genau zu durchdenken. Welche fachlichen Fragen interessierten die Person? Warum passte der gewählte Studienweg dazu? Und welche Vorstellungen mussten vor dem Studienbeginn noch überprüft werden?


Allgemeine Eigenschaften wie Ehrgeiz oder Teamfähigkeit erklärten diese Entscheidung nur begrenzt. Eine konkrete Verbindung zu einem Interesse oder einer Erfahrung war als Gesprächsgrundlage hilfreicher. Dabei musste die Erfahrung weder außergewöhnlich noch besonders prestigeträchtig sein.


Wichtig war die eigene Rolle. Wer ein Schulprojekt erwähnte, konnte beschreiben, welche Aufgabe er übernommen hatte, was schwierig war und welche Entscheidung daraus entstand. So bekam eine Behauptung einen nachvollziehbaren Bezug. Eine lange Liste von Aktivitäten leistete das nicht automatisch.


Eine Antwort ließ sich um einen Gedanken aufbauen

Als Orientierung für das damalige Training eignet sich eine einfache Struktur: zuerst die eigentliche Antwort, danach eine Begründung und ein passendes Beispiel. Zum Schluss konnte ein kurzer Satz erklären, was die Erfahrung für die Studienentscheidung bedeutete.


Diese Struktur war eine Hilfe zum Ordnen, keine verbindliche Bewertungsformel der HSG. Eine passende Antwort hing von der konkreten Frage ab. Wer eine vorbereitete Geschichte unabhängig vom Anlass erzählte, konnte an der Frage vorbeisprechen, obwohl die Geschichte für sich genommen überzeugend klang.


Ich halte es deshalb für sinnvoll, beim Rückblick zwischen einem geklärten Gedanken und einem auswendig gelernten Wortlaut zu unterscheiden. Ein geklärter Gedanke lässt sich unterschiedlich ausdrücken. Ein festes Skript kann schon durch eine kleine Änderung der Frage unpassend werden.


Was eine Probeaufnahme sichtbar machte

Bei der Auswertung einer eigenen Aufnahme ging es zunächst um Verständlichkeit. War die Hauptaussage früh erkennbar? War das Beispiel nötig, um die Begründung zu verstehen? Endete die Antwort mit einem klaren Gedanken oder lief sie in weitere Nebenthemen aus?


Eine zweite Perspektive war die Genauigkeit. Ein Projekt als Erfolg zu bezeichnen war weniger aussagekräftig, als die eigene Entscheidung und deren Folgen zu erklären. Auch eine Schwierigkeit konnte einen sinnvollen Inhalt liefern, wenn sie ehrlich eingeordnet wurde.


Nicht jede Unsicherheit musste aus einer Antwort verschwinden. Eine überlegte Aussage durfte benennen, was noch offen war oder was jemand beim nächsten Mal anders machen wollte. Entscheidend war, dass die Darstellung zu den tatsächlichen Erfahrungen passte und keine künstliche Erfolgsgeschichte daraus machte.


Wie persönliche Vorbereitung und Hochschulwissen zusammengehörten

Eine Studienmotivation bezog sich nicht nur auf die eigene Person. Sie brauchte auch ein realistisches Bild des Studiengangs. Wer eine konkrete Studienstruktur oder ein bestimmtes Fach als Grund nannte, musste verstanden haben, was sich dahinter verbarg.


Für die damalige Vorbereitung war daher der Blick in den Lehrplan sinnvoll. Ein Hochschulname, ein Ranking oder ein erhoffter späterer Beruf erklärte noch nicht, warum die Inhalte des ersten Studienjahres zur Person passten. Die Verbindung zwischen Interesse und Studium wurde durch konkrete Fragen greifbarer.


Diese Überlegung bleibt für eine Studienentscheidung nützlich, auch wenn der Interviewschritt entfällt. Du entscheidest dich weiterhin für Inhalte, Arbeitsweisen und einen Studienort. Die Reflexion ist dann Teil deiner Orientierung und keine zusätzliche Prüfungsanforderung.


Welche Grenzen ein Rückblick hat

Aus einer plausiblen Antwortstruktur lässt sich keine damalige Punktzahl ableiten. Auch eine gelungene Probeaufnahme konnte eine Auswahlentscheidung nicht vorwegnehmen. Training sollte die Darstellung verbessern; es war keine Garantie für eine Zulassung.


Bei historischen Erfahrungsberichten ist außerdem die persönliche Perspektive zu berücksichtigen. Die Fragen, Eindrücke und Ergebnisse einer einzelnen Person ergeben noch keinen vollständigen Ablauf für alle Teilnehmenden. Ein Rückblick ist hilfreich, wenn dieser Zusammenhang erkennbar bleibt.


Für deine Planung 2027 ist der aktuelle Online-Test entscheidend. Die Hinweise zu Anmeldung, Terminen und den beiden Aufgabenbereichen findest du im aktuellen Zulassungsleitfaden. Übernimm aus diesem Archiv keine Interviewtermine oder zusätzlichen Trainingspflichten.


Ich wünsche dir, dass dir der Rückblick Orientierung gibt und du deine Energie auf die Anforderungen richtest, die für deine eigene Bewerbung tatsächlich gelten.


Ihr Paul Nitsche


Für das aktuelle Auswahlverfahren vorbereiten

Dieser Beitrag blickt auf eine frühere Auswahlstufe zurück. Richte deine eigene Vorbereitung am aktuellen HSG-Verfahren aus. Unsere heutigen Angebote verbinden Übungsmaterial mit Möglichkeiten, Lösungswege und Teststrategien zu trainieren.


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Gezielt für den HSG-Test vorbereiten

In unseren HSG-Vorbereitungsseminaren verbinden wir Aufgabentraining, Bearbeitungstechniken und Testsimulationen. Wir besprechen Lösungswege und Fragen, damit du dein anschließendes Training gezielter gestalten kannst.




 
 
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